Betreff: Gefängnisanzeige "Prost Ossendorf!"
Samstag, den 22. Juli 2006 um 00:00 Uhr

2. Offener Brief an die Gilden Kölsch Geschäftsleitung in Kopie an alle Kölner Medien
Betreff: Letztmalige Aufforderung zur sofortigen Entfernung der Gefängnisanzeige „Prost Ossendorf“
Sehr geehrter
Herr Kölsch,
Ihre Entscheidung ist skandalös, die ehrverletzende, verunglimpfende und beleidigende Anzeige „Prost
Ossendorf“ über dem Bild zweier Menschen in Handschellen weiter hängen zu lassen, da sie „nur für zehn Tage geschaltet ist“.
Seit wann wird ungehöriges Benehmen dadurch akzeptabel, dass man es nur zehn Tage tut?
Wie fänden Sie es denn,
wenn die 400 Unternehmen im Gewerbegebiet Ossendorf (darunter mehrere Weltmarktführer) deren 11.500 Mitarbeiter sowie die
gut 10.000 Bewohner Ossendorfs Gilden Kölsch einfach mal „nur für zehn Tage“ lächerlich machen und auf tiefstem Niveau verunglimpfen
würden?
Ihr zweiter Verweis auf technische Schwierigkeiten ist für ein Unternehmen Ihrer Größenordnung ein glatter
Witz: „Das ginge ja gar nicht, die Plakate jetzt alle aus den Citylights zu nehmen“, erklären Sie. Mithin bekräftigen Sie
auch noch, wie breit über Köln hinweg diese geschmacklose Anzeige geschaltet wird.
Ich fordere Sie daher hiermit letztmalig
zur sofortigen Entfernung des Plakats auf!
Thomas Licher
Sprecher der Initiative Köln Butzweiler-Ossendorf