Offener Brief an die Gilden Kölsch Geschäftsleitung in Kopie an alle Kölner Medien
Unter der Überschrift „Prost Ossendorf“ stellt Gilden Kölsch in einer aktuellen Anzeigenkampagne zwei Menschen in Handschellen
dar. Zynisch führt das Unternehmen auf seiner Website dazu aus: „Anständiges Benehmen ist Pflicht.“
Gegenüber den
400 Unternehmen mit ihren rund 11.500 Beschäftigten im Gewerbegebiet Ossendorf, das Kölns größtes Wirtschaftsareal darstellt,
und den rund 10.000 Einwohnern des Stadtteils Ossendorf, ist dies ein absolut geschmackloses Benehmen, äußerst dumme Effekthascherei
und zynische Ignoranz.
Ich fordere die Verantwortlichen daher zur sofortigen Einstellung dieser ehrverletzenden und
verunglimpfenden Anzeigenkampagne auf.
Wenn die Verantwortlichen bei Gilden Kölsch sich nur etwas in Köln auskennen
würden, wüssten sie, wie realitätsfremd eine pauschale Gleichsetzung der JVA mit Ossendorf ist.
Doch Gilden Kölsch
wird nun einmal aus Frankfurt von der Radeberger Gruppe gesteuert. Die in Anzeigen behauptete „Veedels-Kenntnis“ bei Gilden
Kölsch ist somit offensichtlich ebenfalls ein plumper Werbegag. Und von „Geschmack“ sollten die Verantwortlichen in ihren
Anzeigen besser überhaupt nicht sprechen.